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verfügbar
LaBieratorium Paket
Labieratorium Paket
Für weitere Artikelinformationen klicke bitte auf die verlinkten Artikelnamen, dort findest du auch das jeweilige MHD...
Inhalt: 12 Fl.
32,99 € *
zzgl. 0,96 € Mischpfand

(2,75 € * / 1 Flasche(n))
verfügbar
LaBieratorium Weizen craft beer flasche
LaBieratorium Weizen
Die fruchtige Note verdankt das Weizen insbesondere dem Aromahopfen Simcoe, der sich aber auch wegen seines markant...
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 5,4% vol.
Stil: Weizenbier
2,49 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(7,55 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium Blond craf beer flasche
Labieratorium Blond
Das „Blonde“ aus dem LaBieratorium ist ein nach deutschem Reinheitsgebot gebrautes, untergäriges, hellgoldenes...
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 5,2% vol.
Stil: Kellerpils
1,99 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(6,03 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium Schwarze Pumpe
LaBieratorium Schwarze Pumpe
Tiefschwarzes Bier mit Aromen von frischen Steinfrüchten wie Feige und Aprikose
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 6,6% vol.
Stil: Porter
1,99 € * 3,29 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(6,03 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium Ordinary Bitter
LaBieratorium Ordinary Bitter
Das „LaBieratorium Ordinary Bitter“ ist ein gut gehopftes, obergäriges Bier, welches durch seine würzig-fruchtigen,...
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 4,9% vol.
Stil: Bitter
1,99 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(6,03 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium Weizenbock
LaBieratorium Weizenbock
Der Labieratorium Weizenbock ist ein besonderer Vertreter seiner Art.
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 6,3% vol.
Stil: Weizenbock
2,99 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(9,06 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium Orange Pale Ale
LaBieratorium Orange Pale Ale
Neu aus Cottbus: Ein Bier mit der neusten deutschen Entwicklung im Bereich der Aromahopfen. Ein fruchtig frisches...
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 4,8% vol.
Stil: Pale Ale
ab 1,49 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(4,52 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium Alte Welt Ale
LaBieratorium Alte Welt Ale
Neu aus Cottbus und dennoch klassisch. Ein rauchig- fruchtiges Bier in Erinnerung daran das im Mittelalter alle Biere...
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 5,4% vol.
Stil: Pale Ale
2,49 € * 2,99 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(7,55 € * / 1 Liter)
verfügbar
LaBieratorium F60 Paranoid IPA
LaBieratorium F60 Paranoid IPA
Neu aus Cottbus: Ein wuchtiger Ausflug in eine Welt von Zitrusfrüchten, Kokospalmen und Sommerfrische. Das F60...
Inhalt: 0.33 l
Alkoholg.: 7,3% vol.
Stil: India Pale Ale
3,49 € * 3,99 € *
zzgl. 0,08 € Mehrwegpfand

(10,58 € * / 1 Liter)

Die Geschichte des LaBieratorium

Nach dem Abitur war erst einmal Zivildienst angesagt, Wirths arbeitete im örtlichen Krankenhaus, auf der Inneren Station. „Dort habe ich alles vom Leben mitbekommen, ganz besonders, wie die Gesellschaft mit den Menschen umgeht. Sowohl mit den Patienten, als auch mit den Mitarbeitern. Da gibt es kaum mehr eine menschliche Seite, alles läuft fast maschinell und genau getaktet ab.“ Diese Erfahrung prägte den jungen Mann, und er entschied sich, einen Handwerksberuf zu erlernen – Zimmermann. 1996 nach dem Ende der Lehrzeit nutzte Olaf die Gelegenheit und begab sich nach alter Tradition für zwei Jahre und einen Tag auf die Walz. Das war eine willkommene Möglichkeit, die Welt zu erkunden, und so landete er nach ersten Stationen in Deutschland und Europa schließlich auf fast allen Kontinenten der Erde. Auf seiner Reise durch Süd-, Mittel- und Nordamerika, Afrika und Asien machte der Zimmermannsgeselle eine zukunftsweisende Erfahrung: „Ich hatte natürlich bei weitem nicht alle Sprachen auf Lager, aber am Ende des Tages waren wir immer bei einem kühlen Bier zusammengesessen und haben einen Weg zur Kommunikation gefunden.“

Nach der Walz zurück in Deutschland stolperte Olaf in eine Kölner Kneipe – und über die Liebe seines Lebens – Anja Braun. Gemeinsam starteten die beiden in Köln durch und gründeten 1999 ein Velotaxi-Unternehmen namens „perpedalo“. Damals innovativ und zum Zeitgeist passend, war es auch für Olaf genau das Richtige: „Ich wollte etwas ökologisch Sinnvolles tun, körperlich aktiv und in der Kölner Innenstadt unterwegs sein.“ Die anfangs lächelnden Bürger und Behörden waren schnell überzeugt, und das kleine Unternehmen wuchs schnell auf eine beachtliche Größe. 2001 entschieden sich Olaf und Anja zum Verkauf, perpedalo ist auch heute noch das umweltfreundlichste Kölner Taxiunternehmen und ist aus der Domstadt nicht mehr wegzudenken.

Das junge Paar widmete sich nun der Organisation von Großveranstaltungen, darunter die bedeutendste der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Über eine Million Besucher tummeln sich in den vier Adventswochen rund um das Wahrzeichen der Stadt. „Da war ich das ganze Jahr mit Organisation beschäftigt, schließlich plant man ja den nächsten Weihnachtsmarkt schon immer Monate, teils Jahre im Voraus“, so Olaf im Interview. Für Entspannung sollte 2003 eine Weltreise sorgen, doch bereits nach zwei Monaten ereilte die beiden eine folgenschwere Nachricht: Anja war schwanger. „Damit hat sich für mich vieles verändert, vor allem mein Bewusstsein“, erzählt Olaf, „ich wollte die Welt einfach für meine Kinder noch besser machen, am besten mit einer Arbeit im pädagogischen Bereich.“ Also ging es zurück nach Köln, und er nahm das Angebot eines Freundes an, als Lehrer für schwer erziehbare Kinder zu arbeiten.

Nach der Geburt der Tochter zogen die drei zurück in Olafs Geburtsort Waldbröl, wo sie parallel einen Verein und eine Agentur für erlebnispädagogische Events aufbauten. Es entstanden Kletterparcours, und Hochseilgärten, sie organisierten Kanutouren und Floßbauworkshops und nahmen den gerade bestehenden Hype für Erlebnis-Teamtrainings in Firmen voll mit. Nur wenige Kilometer außerhalb des Ortes liegt der Höhenzug „Nutscheid“, wo seit der Nachkriegszeit eine US-Basis lag, die später mit Atomraketen bestückt war. „Das war mir schon in meiner Jugend ein Dorn im Auge, und ich hatte mir geschworen, das Areal eines Tages wieder dem Guten zuzuführen“, erinnert sich Olaf. Die Gelegenheit kam, nachdem eine Ausschreibung nach einem Nutzungskonzept für die inzwischen verlassene Kaserne suchte. Olaf und Anja entwickelten einen Plan für den größten Umweltbildungspark Deutschlands mit regionalen Produkten, internationaler Kulturbegegnung, einem Baumwipfelpfad – und einer Brauerei.

Zur großen Freude der beiden gewannen sie die Ausschreibung: „Wir hatten plötzlich sieben Millionen Euro zur Verfügung und brauchten einen Partner für die Umsetzung.“ Den fanden sie im Deutschen Jugendherbergswerk, das einen Teil der Anteile übernahm. Allerdings war eine Brauerei mit dessen Zielen nicht vereinbar, und so startete das Projekt ohne Bier. Ende 2013 öffnete „Panarbora“ schließlich seine Pforten, Olaf war da allerdings schon komplett ausgestiegen und begleitete die Umsetzung nur noch als Berater. Um sich neu zu orientieren hatte das Paar zu Beginn des Jahres beschlossen, die alte Idee der Weltreise noch einmal aufzunehmen. Die Tochter wurde von der Schule befreit und der noch im Kleinkindalter befindliche Sohn eingepackt – und los ging es nach Asien. Für die Reise hatten sich die zwei vorgenommen, am Ende einen Plan für den Neuanfang danach zu machen. Das Thema Bier hatte sie seit der Projektphase von Panarbora nicht mehr losgelassen, und so war es klar, dass sie eine Brauerei aufmachen wollten – nur wo?

Freiburg, Münster, Franken, München – allerlei Optionen waren im Gespräch, die Entscheidung fiel schließlich für einen damals noch komplett weißen Fleck auf der deutschen Bierlandkarte: Cottbus. „Das war damals eine Region im Wandel“, berichtet Olaf von seinen Gedanken, „die Kohle ging, es gab viele Ängste. Doch wo sich alles neu erfinden muss, gibt es auch Chancen, und da haben wir mitten in Indonesien die Entscheidung für die Lausitz gefällt.“ Wieder zurück in Deutschland fanden die vier nach einigen Wochen im Hotel eine schöne Wohnung, Olaf und Anja wurden Biersommeliers, und die Suche nach einem Standort begann. Das Glück blieb dem Rheinländer treu: Die Stadtverwaltung suchte eine Vertretung für den erkrankten Chef der Wirtschaftsförderung, und Olaf erhielt den Zuschlag. Damit konnte er einerseits seine zahlreichen Fähigkeiten und Talente beweisen, und andererseits ein Netzwerk in seiner neuen Heimat aufbauen.

Als eine geeignete Fläche am Altmarkt frei wurde, schlugen Olaf und Anja 2015 zu und begannen mit dem Start ins Brauerleben. Der Auftakt war bereits ein Paukenschlag: Die ersten 10 Hektoliter „Alte Welt Ale“ verkauften sie von der Rampe eines PKWs in einer Spontanaktion gegenüber der Stadthalle innerhalb von nur einer Stunde. Damit war klar, dass die Cottbusser reif für ein eigenes Bier waren. Und auch die Rezeptur kam an: Die Mischung aus Alt- und Rauchbier ahmte das städtische Bier des 14. Jahrhunderts nach und gehört auch heute noch zu den Top-Sellern des Labieratorium. Wie kam es eigentlich zu diesem Namen? „Anja ist eines Nachts aufgewacht und hat gesagt, sie hat’s: Labieratorium“, weiß Olaf zu berichten, „Am nächsten Morgen haben wir dann nochmal drüber nachgedacht und beschlossen, das so umzusetzen.“ Die gemütliche Bierkneipe mit dem Namen Labyrinth schenkte sich schnell ins Herz der Cottbusser, und bietet neben den guten Bieren auch eine spannende Palette an jeweils passenden Flammkuchen und anderen Kleinigkeiten.

Inzwischen gibt es acht verschiedene Labieratorium-Biere, deren Rezepte Olaf zuerst in seiner Kleinbrauanlage zuhause entwickelt und dann in anderen Brauereien im größeren Stil braut. Dabei setzt er vor allem auf fränkische Braukunst und arbeitet mit Jörg Binkert in Breitengüßbach und der Brauerei Sauer in Roßdorf zusammen. Doch auch in Cottbus soll demnächst auf einer „richtigen“ Anlage gebraut werden. Nur wenige Gehminuten vom Laybrinth entfernt, haben Olaf und Anja eine große Halle gemietet, in der noch 2017 eine 10 Hektoliter-Brauanlage mit 100 hl Tankkapazität und eigener Abfüllanlage stehen wird. Mit einem angestellten Brauer startet Olaf dann endgültig durch, auf seiner neuen Mission „mit jedem Bier die Welt ein bisschen besser zu machen.“ Dabei können Sie ihn übrigens auch begleiten. Er organisiert genussvolle Bierreisen durch Deutschland und Irland, natürlich auch mit ausreichend Labieratorium im Gepäck.

Nach dem Abitur war erst einmal Zivildienst angesagt, Wirths arbeitete im örtlichen Krankenhaus, auf der Inneren Station. „Dort habe ich alles vom Leben mitbekommen, ganz besonders, wie die... mehr erfahren »
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Die Geschichte des LaBieratorium

Nach dem Abitur war erst einmal Zivildienst angesagt, Wirths arbeitete im örtlichen Krankenhaus, auf der Inneren Station. „Dort habe ich alles vom Leben mitbekommen, ganz besonders, wie die Gesellschaft mit den Menschen umgeht. Sowohl mit den Patienten, als auch mit den Mitarbeitern. Da gibt es kaum mehr eine menschliche Seite, alles läuft fast maschinell und genau getaktet ab.“ Diese Erfahrung prägte den jungen Mann, und er entschied sich, einen Handwerksberuf zu erlernen – Zimmermann. 1996 nach dem Ende der Lehrzeit nutzte Olaf die Gelegenheit und begab sich nach alter Tradition für zwei Jahre und einen Tag auf die Walz. Das war eine willkommene Möglichkeit, die Welt zu erkunden, und so landete er nach ersten Stationen in Deutschland und Europa schließlich auf fast allen Kontinenten der Erde. Auf seiner Reise durch Süd-, Mittel- und Nordamerika, Afrika und Asien machte der Zimmermannsgeselle eine zukunftsweisende Erfahrung: „Ich hatte natürlich bei weitem nicht alle Sprachen auf Lager, aber am Ende des Tages waren wir immer bei einem kühlen Bier zusammengesessen und haben einen Weg zur Kommunikation gefunden.“

Nach der Walz zurück in Deutschland stolperte Olaf in eine Kölner Kneipe – und über die Liebe seines Lebens – Anja Braun. Gemeinsam starteten die beiden in Köln durch und gründeten 1999 ein Velotaxi-Unternehmen namens „perpedalo“. Damals innovativ und zum Zeitgeist passend, war es auch für Olaf genau das Richtige: „Ich wollte etwas ökologisch Sinnvolles tun, körperlich aktiv und in der Kölner Innenstadt unterwegs sein.“ Die anfangs lächelnden Bürger und Behörden waren schnell überzeugt, und das kleine Unternehmen wuchs schnell auf eine beachtliche Größe. 2001 entschieden sich Olaf und Anja zum Verkauf, perpedalo ist auch heute noch das umweltfreundlichste Kölner Taxiunternehmen und ist aus der Domstadt nicht mehr wegzudenken.

Das junge Paar widmete sich nun der Organisation von Großveranstaltungen, darunter die bedeutendste der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Über eine Million Besucher tummeln sich in den vier Adventswochen rund um das Wahrzeichen der Stadt. „Da war ich das ganze Jahr mit Organisation beschäftigt, schließlich plant man ja den nächsten Weihnachtsmarkt schon immer Monate, teils Jahre im Voraus“, so Olaf im Interview. Für Entspannung sollte 2003 eine Weltreise sorgen, doch bereits nach zwei Monaten ereilte die beiden eine folgenschwere Nachricht: Anja war schwanger. „Damit hat sich für mich vieles verändert, vor allem mein Bewusstsein“, erzählt Olaf, „ich wollte die Welt einfach für meine Kinder noch besser machen, am besten mit einer Arbeit im pädagogischen Bereich.“ Also ging es zurück nach Köln, und er nahm das Angebot eines Freundes an, als Lehrer für schwer erziehbare Kinder zu arbeiten.

Nach der Geburt der Tochter zogen die drei zurück in Olafs Geburtsort Waldbröl, wo sie parallel einen Verein und eine Agentur für erlebnispädagogische Events aufbauten. Es entstanden Kletterparcours, und Hochseilgärten, sie organisierten Kanutouren und Floßbauworkshops und nahmen den gerade bestehenden Hype für Erlebnis-Teamtrainings in Firmen voll mit. Nur wenige Kilometer außerhalb des Ortes liegt der Höhenzug „Nutscheid“, wo seit der Nachkriegszeit eine US-Basis lag, die später mit Atomraketen bestückt war. „Das war mir schon in meiner Jugend ein Dorn im Auge, und ich hatte mir geschworen, das Areal eines Tages wieder dem Guten zuzuführen“, erinnert sich Olaf. Die Gelegenheit kam, nachdem eine Ausschreibung nach einem Nutzungskonzept für die inzwischen verlassene Kaserne suchte. Olaf und Anja entwickelten einen Plan für den größten Umweltbildungspark Deutschlands mit regionalen Produkten, internationaler Kulturbegegnung, einem Baumwipfelpfad – und einer Brauerei.

Zur großen Freude der beiden gewannen sie die Ausschreibung: „Wir hatten plötzlich sieben Millionen Euro zur Verfügung und brauchten einen Partner für die Umsetzung.“ Den fanden sie im Deutschen Jugendherbergswerk, das einen Teil der Anteile übernahm. Allerdings war eine Brauerei mit dessen Zielen nicht vereinbar, und so startete das Projekt ohne Bier. Ende 2013 öffnete „Panarbora“ schließlich seine Pforten, Olaf war da allerdings schon komplett ausgestiegen und begleitete die Umsetzung nur noch als Berater. Um sich neu zu orientieren hatte das Paar zu Beginn des Jahres beschlossen, die alte Idee der Weltreise noch einmal aufzunehmen. Die Tochter wurde von der Schule befreit und der noch im Kleinkindalter befindliche Sohn eingepackt – und los ging es nach Asien. Für die Reise hatten sich die zwei vorgenommen, am Ende einen Plan für den Neuanfang danach zu machen. Das Thema Bier hatte sie seit der Projektphase von Panarbora nicht mehr losgelassen, und so war es klar, dass sie eine Brauerei aufmachen wollten – nur wo?

Freiburg, Münster, Franken, München – allerlei Optionen waren im Gespräch, die Entscheidung fiel schließlich für einen damals noch komplett weißen Fleck auf der deutschen Bierlandkarte: Cottbus. „Das war damals eine Region im Wandel“, berichtet Olaf von seinen Gedanken, „die Kohle ging, es gab viele Ängste. Doch wo sich alles neu erfinden muss, gibt es auch Chancen, und da haben wir mitten in Indonesien die Entscheidung für die Lausitz gefällt.“ Wieder zurück in Deutschland fanden die vier nach einigen Wochen im Hotel eine schöne Wohnung, Olaf und Anja wurden Biersommeliers, und die Suche nach einem Standort begann. Das Glück blieb dem Rheinländer treu: Die Stadtverwaltung suchte eine Vertretung für den erkrankten Chef der Wirtschaftsförderung, und Olaf erhielt den Zuschlag. Damit konnte er einerseits seine zahlreichen Fähigkeiten und Talente beweisen, und andererseits ein Netzwerk in seiner neuen Heimat aufbauen.

Als eine geeignete Fläche am Altmarkt frei wurde, schlugen Olaf und Anja 2015 zu und begannen mit dem Start ins Brauerleben. Der Auftakt war bereits ein Paukenschlag: Die ersten 10 Hektoliter „Alte Welt Ale“ verkauften sie von der Rampe eines PKWs in einer Spontanaktion gegenüber der Stadthalle innerhalb von nur einer Stunde. Damit war klar, dass die Cottbusser reif für ein eigenes Bier waren. Und auch die Rezeptur kam an: Die Mischung aus Alt- und Rauchbier ahmte das städtische Bier des 14. Jahrhunderts nach und gehört auch heute noch zu den Top-Sellern des Labieratorium. Wie kam es eigentlich zu diesem Namen? „Anja ist eines Nachts aufgewacht und hat gesagt, sie hat’s: Labieratorium“, weiß Olaf zu berichten, „Am nächsten Morgen haben wir dann nochmal drüber nachgedacht und beschlossen, das so umzusetzen.“ Die gemütliche Bierkneipe mit dem Namen Labyrinth schenkte sich schnell ins Herz der Cottbusser, und bietet neben den guten Bieren auch eine spannende Palette an jeweils passenden Flammkuchen und anderen Kleinigkeiten.

Inzwischen gibt es acht verschiedene Labieratorium-Biere, deren Rezepte Olaf zuerst in seiner Kleinbrauanlage zuhause entwickelt und dann in anderen Brauereien im größeren Stil braut. Dabei setzt er vor allem auf fränkische Braukunst und arbeitet mit Jörg Binkert in Breitengüßbach und der Brauerei Sauer in Roßdorf zusammen. Doch auch in Cottbus soll demnächst auf einer „richtigen“ Anlage gebraut werden. Nur wenige Gehminuten vom Laybrinth entfernt, haben Olaf und Anja eine große Halle gemietet, in der noch 2017 eine 10 Hektoliter-Brauanlage mit 100 hl Tankkapazität und eigener Abfüllanlage stehen wird. Mit einem angestellten Brauer startet Olaf dann endgültig durch, auf seiner neuen Mission „mit jedem Bier die Welt ein bisschen besser zu machen.“ Dabei können Sie ihn übrigens auch begleiten. Er organisiert genussvolle Bierreisen durch Deutschland und Irland, natürlich auch mit ausreichend Labieratorium im Gepäck.

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