In Holzfässern gelagertes Bier – ein neuer Trend auch in Deutschland?

 Die Barrique-Fasslagerung ist bei Wein schon lange keine Seltenheit mehr. Mittlerweile lagern aber auch immer mehr Bier in Eichenholzfässern. Wir haben euch einmal zusammengestellt was das Besondere an der Fasslagerung ist und welche besonderen fassgelagerten Biere es gibt.

Die Lagerung in Barrique-Fässern ist bei hochwertigen Weinen längst zum Standard geworden. Das Wort Barrique kommt aus dem französischen und bedeutet so viel wie Fass. Barrique-Fässer haben zumeist ein einheitliches Volumen von 225 Litern. Winzer wissen schon seit Jahrhunderten welchen positiven Einfluss die Holzfasslagerung auf den Geschmack von Wein haben kann. Über die Entdeckung dieses Effektes gibt es verschiedene Geschichten. Vermutlich entdeckten die Engländer, als sie noch die Gegend von Bordeaux beherrschten, dass im Holzfass zurück nach England transportierter Wein wesentlich haltbarer ist und eine komplexere Struktur entwickelt.

In den USA und den Beneluxstaaten wurde dann erstmals die Lagerung von Bier in Barrique-Fässern getestet. Die dabei entstandenen Biere waren wesentlich gehaltvoller und entwickelten exotischere Geschmacksnuancen als die klassischen Biere. Das Fass hat dabei einen wesentlichen Einfluss auf das Bier und es zeigt sich je neuer das Fass ist umso größer ist der Einfluss auf den Geschmack. Außerdem spielt es eine Rolle welche Herkunft das Eichenholz hat, dass für das Fass verwendet wird. Amerikanische Eiche gibt Bier eher einen leicht vanilleartigen Geschmack und verleiht dem Bier mehr Mundgefühl. Europäische Eiche gibt dem Bier mehr Würze und Struktur. Ebenfalls einen Einfluss auf den Geschmack des Bieres hat das sogenannte Toasten. Als Toasten wird das Ausbrennen der Fässer vor der Benutzung bezeichnet. Je nach Temperatur und Zeit entstehen dabei ganz unterschiedliche chemische Prozesse die dem Bier hinterher Aromen wie Kaffee, Mandel, Brioche, Süße oder Vanille verleihen.

Neben der Verwendung von neuen Fässern gibt es noch die Möglichkeit gebrauchte Barrique-Fässer für die Lagerung zu nutzen. Dabei werden häufig Fässer verwendet die vorher für die Lagerung von Sherry, Portwein, Cognac oder Whiskey genutzt wurden. Das Bier nimmt dann die Aromen des jeweiligen Weins, Cognacs oder Whiskey auf und verleiht dem Bier dadurch einen ganz speziellen Charakter.

Probieren Sie diese einzigartigen Bier-Kreationen aus unserer Kategorie "fassgereifte Biere"!

  Die Barrique-Fasslagerung ist bei Wein schon lange keine Seltenheit mehr. Mittlerweile lagern aber auch immer mehr Bier in Eichenholzfässern. Wir haben euch einmal zusammengestellt was... mehr erfahren »
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In Holzfässern gelagertes Bier – ein neuer Trend auch in Deutschland?

 Die Barrique-Fasslagerung ist bei Wein schon lange keine Seltenheit mehr. Mittlerweile lagern aber auch immer mehr Bier in Eichenholzfässern. Wir haben euch einmal zusammengestellt was das Besondere an der Fasslagerung ist und welche besonderen fassgelagerten Biere es gibt.

Die Lagerung in Barrique-Fässern ist bei hochwertigen Weinen längst zum Standard geworden. Das Wort Barrique kommt aus dem französischen und bedeutet so viel wie Fass. Barrique-Fässer haben zumeist ein einheitliches Volumen von 225 Litern. Winzer wissen schon seit Jahrhunderten welchen positiven Einfluss die Holzfasslagerung auf den Geschmack von Wein haben kann. Über die Entdeckung dieses Effektes gibt es verschiedene Geschichten. Vermutlich entdeckten die Engländer, als sie noch die Gegend von Bordeaux beherrschten, dass im Holzfass zurück nach England transportierter Wein wesentlich haltbarer ist und eine komplexere Struktur entwickelt.

In den USA und den Beneluxstaaten wurde dann erstmals die Lagerung von Bier in Barrique-Fässern getestet. Die dabei entstandenen Biere waren wesentlich gehaltvoller und entwickelten exotischere Geschmacksnuancen als die klassischen Biere. Das Fass hat dabei einen wesentlichen Einfluss auf das Bier und es zeigt sich je neuer das Fass ist umso größer ist der Einfluss auf den Geschmack. Außerdem spielt es eine Rolle welche Herkunft das Eichenholz hat, dass für das Fass verwendet wird. Amerikanische Eiche gibt Bier eher einen leicht vanilleartigen Geschmack und verleiht dem Bier mehr Mundgefühl. Europäische Eiche gibt dem Bier mehr Würze und Struktur. Ebenfalls einen Einfluss auf den Geschmack des Bieres hat das sogenannte Toasten. Als Toasten wird das Ausbrennen der Fässer vor der Benutzung bezeichnet. Je nach Temperatur und Zeit entstehen dabei ganz unterschiedliche chemische Prozesse die dem Bier hinterher Aromen wie Kaffee, Mandel, Brioche, Süße oder Vanille verleihen.

Neben der Verwendung von neuen Fässern gibt es noch die Möglichkeit gebrauchte Barrique-Fässer für die Lagerung zu nutzen. Dabei werden häufig Fässer verwendet die vorher für die Lagerung von Sherry, Portwein, Cognac oder Whiskey genutzt wurden. Das Bier nimmt dann die Aromen des jeweiligen Weins, Cognacs oder Whiskey auf und verleiht dem Bier dadurch einen ganz speziellen Charakter.

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