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Köstritzer

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Bierstil: Schwarzbier-Mix
Köstritzer Kirsche
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Köstritzer

Mit der Erhebung der örtlichen Herrschaft in den Fürstenstand führte die Köstritzer Brauerei ab 1806 den Namen "Fürstliche Brauerei". Zu den damals gebrauten Biersorten gehörte auch ein "Englisches Öl", hinter dem wir ein Porter und damit den Vorläufer des heutigen Schwarzbieres vermuten dürfen. Dieses Bier war es auch, das den Export ankurbelte. Bald gab es Köstritzer Bier in Leipzig, Berlin und Hamburg, aber auch in 65 kleineren Städten, darunter Erfurt, Kassel, Dresden und Magdeburg. Mit dem Aufkommen der bayerischen Lagerbiere ging es mit dem Absatz dann allerdings ab 1840 stetig bergab. Er erreichte 1850 einen Tiefpunkt von 2.000 Hektolitern.

1875 pachtete der Kriegsveteran Rudolf Zersch die Brauerei und modernisierte gemeinsam mit seinem angestellten Braumeister Carl Holomoucky aus Böhmen den gesamten Betrieb. Neben dem bisher gebrauten Hell- und Schwarzbier siedeten die beiden nun auch ein dunkles Bier bayerischer Brauart mit dem schönen Namen "Blume des Elsterthales". Zersch war ein cleverer Unternehmer und beschenkte Reichskanzler Bismarck und Kaiser Wilhelm mit jeweils einem Fass dieses neuen Tropfens. Der Eiserne Kanzler bedankte sich mit den Worten: "...kann ich nicht umhin, der ausgezeichneten Qualität der 'Blume des Elsterthales' meine ausdrückliche Anerkennung zu zollen und meine Genugthuung darüber auszusprechen, dass wir auch außerhalb Bayerns ein so gutes Bier herstellen können.“

Die Begeisterung aller Orten blieb nicht ohne Wirkung, und so stieg der Ausstoß der Brauerei bis 1893 auf über 20.000 Hektoliter. Nachdem der Aufwärtstrend weiter anhielt, plante Zersch schließlich den Neubau der Brauerei mit einer Kapazität von 100.000 Hektolitern. Am 30. April 1906 wurde der Grundstein gelegt, am 8. Februar 1908 der erste Sud eingebraut. Der Bauherr selbst verstarb allerdings ein Jahr zuvor. Seinen Erben hinterließ er eine bestens für die Zukunft gerüstete Brauerei, die zu ihrer Zeit als eine der schönsten und am besten eingerichteten des Landes galt.

Die folgenden Jahre verzeichnete das Brauhaus einen weiteren Aufschwung, getragen vor allem vom Schwarzbier, das auch als Medizin- und Ammenbier im ganzen Reich Verwendung fand. Vor dem Ersten Weltkrieg lag der Ausstoß bei stolzen 65.000 Hektolitern, danach allerdings nur noch bei 13.500. Auch die Inflation setzte der Brauerei hart zu, aber schon 1925 erzielte sie mit 134.300 Hektolitern einen neuen Absatzrekord. Am Ende des Zweiten Weltkrieges marschierten erst die Amerikaner in Köstritz ein, machten dann aber den Russen Platz. Die zerstörten einen Großteil der Einrichtung des Schlosses und vernichteten das Archiv. Es folgte die Enteignung, und am 25. Oktober 1948 hieß die Firma "VEB Nahrung/Genuß Thüringen, Köstritzer Schwarzbier-Brauerei“.

Nach einem holprigen Start erholte sich die Brauerei, und der Absatz wurde Mitte der 1950er Jahre wieder sechsstellig. Ab 1956 exportierten die Köstritzer sogar wieder in die Bundesrepublik, nach Kassel, Hamburg und Bremen. 1976 wurden diese Lieferungen von oberster Stelle aber wieder verboten. Drei Jahre später investierte die Staatsmacht in die Brauerei. Zulieferer aus dem gesamten Ostblock brachten neues Inventar nach Thüringen. Der Neubau war insgesamt erst 1990 abgeschlossen. Dies bedeutete auf der einen Seite, dass die Bad Köstritzer Brauerei nach der Wende leistungs- und in einem gewissen Maße wettbewerbsfähig war. Auf der anderen Seite stellte sich aber schon nach drei Jahren erneuter erheblicher Investitionsbedarf ein, was auch deshalb kompliziert wurde, weil so viele Hersteller bei dem Neubau beteiligt gewesen waren.

Schon seit den 1920er Jahren hatten Kontakte zwischen den Köstritzer Brauern und der Bitburger Brauerei bestanden. Daran erinnerten sich die Moselfranken und kauften die thüringische Brauerei am 28. März 1991. Damit begann eine erneute Erfolgsgeschichte, die den Ausstoß auf fast 900.000 Hektoliter pushte. Bundesweites Aufsehen erregten die Köstritzer 2014, als mit dem Köstritzer Witbier ein Bier, das nicht dem Bayerischen Reinheitsgebot entsprach, auf den gesamtdeutschen Markt kam. Der ganzen Geschichte auf den Grund gehen können Sie montags und donnerstags um 17 Uhr bei der Brauereibesichtigung.

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